Lebenslauf – Eingangstor für das Arbeitsverhältnis

Ob es Ihnen Spaß macht einen Lebenslauf zu schreiben oder nicht, es lohnt sich bestimmt dieser Aktivität genug Zeit zu opfern. Sie können Sich sicher sein, dass Sie Ihre Zeit und Anstrengung zurückgewinnen in der Form von häufigen Antworten und Vorstellungsgespräche. Versuchen Sie Sich in die Haut des Personalleiters einzufühlen, der Sie gar nicht kennt und so bleibt ihm nichts anderes als Sie aufgrund ein paar Blätter zu bewerten. Weil er im Durchschnitt 30 Sekunden beim Durchlesen eines Lebenslaufes verbringt, lohnt es sich wirklich die Zeit zu nehmen, damit Ihr Lebenslauf einen Eindruck verlassen wird.

Egal ob Sie ein Professional im Lebenslauf schreiben sind oder ist es Ihr erster, folgende Tipps können Ihnen dabei helfen, sich besser zu orientieren, was so ein Lebenslauf enthalten sollte, was nicht und in welcher Reihenfolge.

Wie sollte man einen Lebenslauf schreiben, der Interesse aufweckt und der nicht schnell aus dem Tisch verschwindet? Lesen Sie folgende Tipps:

  1. ES KOMMT AUF DIE FORM AN

Schenken Sie genug Aufmerksamkeit dem Format, das Sie für Ihren Lebenslauf auswählen. Alles von einem Kumpel kopieren und nur die Angaben umschreiben muss nicht die beste Lösung sein. Seien Sie originell. Haben Sie keine Angst davor, Farben zu verwenden. In der Grauenwelle wird es eine angenehme Abwechslung sein.

Vergessen Sie aber nicht, weniger ist manchmal mehr. Ein Lebenslauf sollte nicht wie ein Zirkusposter wirken. Wichtig ist, dass er übersichtlich ist und professionell wirkt. Passen sie das Aussehen an die Position an, um die Sie Sich bewerben. Ein Lebenslauf eines Grafikdesigners wird wahrscheinlich anders aussehen als ein Lebenslauf eines Finanzdirektors. Heutzutage gibt es viele Schablonen im Internet, die Sie kostenlos herunterladen können.

Sie können Sich auch die Zeit für die Schriftarten nehmen. Die Times New Roman Ära ist schon weg. Es ist aber nicht nötig es zu übertreiben, und deswegen kombinieren Sie nicht mehr als 2 Fonts zusammen. Das Ergebnis wäre dann gegensätzlich als erwünscht.

Egal wie Sie Sich entscheiden, vergessen Sie nicht, dass das wichtigste ist, dass alle wesentliche Informationen leicht und schnell zu finden sind, und deswegen achten Sie auch auf das Formatieren

  1. FÜGEN SIE DAS PERSÖNLICHE PROFIL ZU

An der Stelle direkt unter persönlichen Angaben komponieren Sie einen Teil hinein, wo Sie kurz Ihre Persönlichkeit so beschreiben, als ob Sie jemand vorstellen würde. Das, was Sie in Ihrem Lebenslauf sehen, müssen die anderen nicht sehen. Benutzen Sie diesen kurzen Absatz um das zusammenzufassen, was Sie zutrifft, was sind Ihre Stärken und wie können Ihre bisherigen Erfahrungen Ihrem Arbeitgeber helfen.

  1. ALLES NACHEINANDER?

Was im Lebenslauf als das erste angeben? Die Ausbildung oder Berufserfahrungen und in welcher

Reihenfolge? Viele Bewerber um eine neue Arbeit schreiben den Lebenslauf biografisch, also vom Anfang. Sie müssen keine Studentjobs erwähnen, falls Sie 20 Jahren der Praxis hinter Ihnen haben.

Konzentrieren Sie Sich auf die letzten 10 oder 15 Jahre und geben Sie zuerst Ihre letzte Arbeit an. Wenn Sie ein frischer Absolvent sind und nicht wollen, dass Ihr Lebenslauf leer ist, konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche von Ihren Studentenjahren und bemühen Sie Sich, das Maximum von scheinbar unwichtigen Sachen zu gewinnen. Erwähnen Sie auch Ihre freiwilligen Aktivitäten und schreiben Sie alle Kurse und Zertifikate auf, die Sie absolviert haben. Erst dann gibt es einen Platz für die Geschichte Ihres Studiums. Die Grundschule interessiert aber niemanden. Es reicht, wenn Sie die letzte Universität oder Hochschule bzw. Mittelschule angeben und müssen sich nicht anstrengen und im Gedächtnis suchen, wann es genau war. Sie können damit vermeiden, dass Sie aufgrund Ihres Alters nicht ausgewählt werden. Während des Vorstellungsgesprächs wird es zwar klar sein, wie alt Sie ungefähr sind, aber in dieser Phase wird die Konkurrenz deutlich niedriger.

  1. NICHT NUR BESCHREIBUNG, SONDERN AUCH ERFÜLLUNG

In den meisten Lebensläufen wiederholt sich, dass Leute nur beschreiben, was es bedeutet, an der bestimmten Position zu arbeiten. Jedem ist aber klar, welche Aufgaben Assistentin oder Geschäftsanwalt hat. Wertvolle Informationen sind die, die beschreiben, was Sie genau in der Stelle gemacht haben. Sie können ausführlicher schreiben, nicht nur stichwortartig. Wenn es möglich ist, verwenden Sie auch Zahlen. Wie viele Treffen, was war die Wende etc. Achten Sie aber darauf, dass sie keine vertraulichen Informationen verraten. Konzentrieren Sie Sich auf die Schlagwörter, aufgrund deren es für den Arbeitsgeber einfacher sein wird, Sie zu finden. Haben Sie mit SAP gearbeitet oder haben Sie ein PRINCE oder Sigma Zertifikat? Schlagwörter können angestrichen werden. Damit können Sie die Aufmerksamkeit fesseln.

  1. WIE VIELE SEITEN?

Die ideale Größe des Lebenslaufs kann man nicht bestimmen. Es hängt von den Erfahrungen, Jahren der Praxis und Art der Arbeit ab. Seien Sie Sich aber sicher, wenn Ihr Lebenslauf wie eine Novelle aussieht, wird er nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Im Vorstellungsgespräch werden Sie sowieso alles wiederholen müssen. Bemühen Sie Sich aber nicht, alles auf eine Seite zu bekommen, nur denn Sie haben es gehört, dass ein Lebenslauf nicht zu lang sein sollte. Wenn dies aber für Sie wichtig ist, kann man dieses Problem mit einem interessanten Format lösen.

  1. FEHLER(LOS)

Auch wenn uns heutzutage beim Kontrollieren der Rechtschreibung ein Computer oder eine andere Applikationen helfen können, kontrollieren Sie immer ihren Text bzw. finden Sie jemanden, der ihn überprüfen kann und vielleicht merkt, was Ihrem Auge entkam.

  1. WAS IN EINEN LEBENSLAUF NICHT GEHÖRT?

Aus Erfahrung könnte man darüber einen ganzen Artikel schreiben. Kurz erwëhnen wir ein paar Punkte dazu, was Sie beim Schreiben des Lebenslaufs vermeiden sollten:

  1. Persönliche Informationen. Sie müssen Ihren Familienzustand nicht angeben. Ob Sie verheiratet sind ist nur Ihre Sache. Dasselbe gilt, wenn es um Alter oder Kinder geht. Ihr Geburtsdatum und die Anzahl Ihrer Nachkommen können Sie also auslassen. Früher war es ganz üblich, diese Informationen aufzuschreiben, aber heutzutage darf sie der Arbeitsgeber nicht mehr hinterfragen.
  2. Lügen. Hatten Sie schon mal eine Idee, wie könnten Sie Ihren Lebenslauf verbessern? Hütten Sie Sich lieber vor diesem Schritt. Lügen haben kurze Beine und werden dann nichts Schönes über Sie verraten. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie haben wenige relevante Erfahrungen, bedenken Sie, was Ihnen die bisherigen Jobs beigebracht haben und denken Sie darüber nach, wie Sie in der gewünschten Arbeitsstelle diese Erfahrungen anwenden können.
  3. Referenzen auf Ihren Wunsch. Falls Sie keine Kontakte für Ihre Referenzen angeben, sind diese Referenzen nur ein unnützlicher Satz, der Platz besitzt.
  4. Vermeiden Sie Wörter wie ,,kreativ“ , ,,dynamisch“ , ,,verantwortlich“ , ,, Teamspieler“ oder ,,verlässlich“. Versuchen Sie, andere Wörte zu finden oder sie anders zu umschreiben und mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis zu beweisen. Sind Sie ein Autor einer tollen Kampagne oder haben Sie ein Projekt geführt, der erfolgreich abgeschlossen wurde?  Schreiben Sie es auf  und vermeiden Sie die Klischees.

 

Jeder Lebenslauf ist einzigartig und es kommt nur auf Sie an, wie Sie von ihm profitieren. Ein professioneller, übersichtiger Lebenslauf mit einem Tropfen der Farbe und interessanten Format kann eine starke Waffe in Ihrer Hand sein.

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